Zuletzt aktualisiert am 31. Oktober 2026
Gerade hast du dich an Reels gewöhnt und jetzt fragt dich jemand, ob du eigentlich schon auf TikTok bist. Pinterest wäre ja auch gut, weil Paare dort Ideen sammeln. Und LinkedIn, hat da nicht neulich eine Kollegin von erzählt? Du merkst, wie sich die Liste in deinem Kopf verlängert. Gleichzeitig weißt du, dass die nächste Saison schon wieder voll wird.
Du musst nicht überall sein. Du musst da sein, wo deine Paare suchen. Und das sind meistens weniger Orte, als die Liste in deinem Kopf vermuten lässt.
Warum überall sein als Hochzeitsdienstleister nicht mehr Anfragen bringt
Die meisten Hochzeitsdienstleisterinnen arbeiten allein oder mit einer kleinen Unterstützung. Die Saison ist ohnehin anstrengend. Wenn du dann noch versuchst, Instagram, TikTok, Pinterest, Facebook und einen Newsletter gleichzeitig zu bedienen, passiert am Ende überall ein bisschen und nirgends etwas Richtiges. Und im Juli hast du auf keinen davon mehr Lust.
Ein Kanal, den du ein Jahr lang regelmäßig bespielst, bringt dir mehr als vier Kanäle, die nach acht Wochen alle brachliegen. Paare merken, ob jemand wirklich da ist. Vertrauen entsteht durch Wiederholung, nicht durch Menge.
Erst das Fundament, dann der Kanal
Der wichtigste Unterschied ist der zwischen Fundament und Kanal. Das Fundament brauchst du immer, egal was passiert: eine Website und ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil. Dort landen die Paare, egal über welchen Weg sie kommen. Und dort suchen sie, wenn sie konkret jemanden in ihrer Region brauchen. Auch wer dich über Instagram oder eine Empfehlung kennenlernt, schaut sich vorher deine Website an.
Dazu kommt ein Kanal, auf dem du dich zeigst. Einer, nicht fünf. Und zwar einer, den du gern machst und auch im August noch durchhältst.
Instagram, TikTok oder Pinterest: welcher Kanal zu dir passt
Für viele Hochzeitsdienstleisterinnen ist das Instagram, weil Paare dort Stil, Person und Arbeit auf einen Blick sehen. Aber es kommt auf dein Gewerk an und darauf, wie deine Paare suchen.
- Pinterest kann für eine Floristin oder eine Papeteristin mit einem klaren Stil spannend sein, weil Paare dort gezielt Ideen sammeln und Bilder lange gefunden werden.
- LinkedIn kann für eine Location sinnvoll sein, die auch Firmenfeiern ausrichtet. Für eine Traurednerin eher nicht.
- TikTok kann passen, wenn du gern vor der Kamera sprichst und dir der schnelle Rhythmus Spaß macht. Wenn nicht, ist es kein Muss.
Die Frage ist immer dieselbe: Wo suchen deine Paare und was schaffst du auf Dauer? Wenn du bei einem Kanal schon beim Gedanken daran müde wirst, ist es nicht deiner.
Wie oft du posten musst und was du weglassen darfst
Du darfst Kanäle weglassen. Du darfst einen Kanal pausieren, den du vor zwei Jahren angefangen hast und der dir nichts bringt. Und du darfst auf Instagram seltener posten, wenn jeder Beitrag dafür wirklich etwas sagt. Ein- bis zweimal die Woche ein durchdachter Beitrag bringt oft mehr als tägliches Posten, nur damit man gepostet hat.
Wachstum soll nicht heißen, dass du dich dafür kaputtmachst. Das gilt im Marketing genauso wie in der Saison.
Dein Test: Welcher Kanal bringt dir wirklich Paare?
Schreib alle Kanäle auf, auf denen du gerade ein Profil hast. Mach hinter jeden ein Zeichen: Plus, wenn darüber schon mal ein Paar gekommen ist, Minus, wenn nicht. Dazu ein Herz, wenn er dir Spaß macht. Der Kanal mit Plus und Herz ist deiner. Bei allen mit zwei Minus darfst du überlegen, ob du ihn ruhen lässt.
Lies auch: Wie habt ihr mich gefunden: drei Zahlen, die jede Hochzeitsdienstleisterin kennen sollte
Zum Schluss
Auf welchen Kanal würdest du am liebsten verzichten, wenn du dürftest?
Wenn du herausfinden willst, welcher Kanal für dich wirklich passt, schauen wir uns das gern zusammen in einem kostenlosen Beratungsgespräch an.
Häufige Fragen zu Social Media für Hochzeitsdienstleister
Auf welchen Kanälen sollte ich als Hochzeitsdienstleisterin sein?
Auf jeden Fall auf deiner eigenen Website und mit einem gepflegten Google-Unternehmensprofil. Dazu ein Kanal, auf dem du dich zeigst und den du dauerhaft durchhältst. Für viele ist das Instagram.
Brauche ich TikTok als Hochzeitsdienstleisterin?
Nicht unbedingt. Es kann passen, wenn du gern vor der Kamera sprichst und Spaß daran hast. Wenn nicht, bist du mit einem anderen Kanal, den du gern machst, besser aufgehoben.
Lohnt sich Pinterest für Hochzeitsdienstleister?
Für Gewerke mit einem klaren visuellen Stil oft ja, zum Beispiel für Floristinnen oder Papeteristinnen. Paare sammeln dort gezielt Ideen.
Wie oft sollte ich auf Instagram posten?
So oft, wie du es mit guten Beiträgen durchhältst. Ein- bis zweimal die Woche reicht oft, wenn jeder Beitrag etwas sagt.
ÜBER DIE AUTORIN
Alena Scheffler
Ich bin diplomierte Online-Marketing-Managerin und arbeite seit 2020 ausschließlich mit Hochzeitsdienstleistern, also mit allen, die für zukünftige Brautpaare arbeiten. Von der Location über die Hochzeitsplanerin und die Floristin bis zur Traurednerin habe ich bisher über 60 begleitet, damit die richtigen Paare sie finden und auch buchen. Außerdem bin ich Co-Dozentin der German Wedding Academy. Wo du sitzt, spielt keine Rolle: Wir arbeiten per Video-Call und Sprachnachricht zusammen, so wie es in deinen Alltag passt.